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Wissen zur Mediation mit behinderten Menschen

top  Brauchen MediatorInnen zus√§tzliches Wissen und/oder K√∂nnen f√ľr die Mediation mit behinderten Menschen?

Wird f√ľr eine Mediation, wo ein oder mehrere TeilnehmerInnen Personen mit Behinderungen sind, zus√§tzlich zur gesetzlich definierten Mediationsausbildung weiteres Wissen oder K√∂nnen gebraucht?

Titelblatt des Buchs 'Menschen mit Behinderung. Leben wie andere auch?'In dem 2006 erschienenen Buch mit Behinderung. Leben wie andere auch?‘ beschreiben Sascha Ferz und Peter Adler Details zur Mediation, die im BGStG vorgesehen ist.

Beispielsweise sind folgende Punkte zu beachten:

  • Setting:
    Auf der Seite der Menschen mit Behinderungen wird von den MediatorInnen darauf zu achten sein, welche Art von Behinderung(en) vorliegt/vorliegen. Dementsprechend ist dann f√ľr entsprechend zug√§ngliche und benutzbare Mediationsr√§ume zu sorgen. Es kann je nach Behinderung notwendig sein, dass weitere Personen f√ľr die Mobilit√§t sorgen, sprachlich √ľbersetzen (Geb√§rdensprache) oder andere Assistenzdienste leisten. Die Mediatorin/der Mediator hat aber auch in diesem Fall zu beachten, dass die behinderte Person anzusprechen ist und nicht die AssistentInnen!
  • Spezifische Kommunikationsbarrieren einzelner Behinderungsarten:
    Die wichtigste Aufgabe von MediatorInnen besteht darin, die Kommunikation zwischen den Konfliktparteien und den MediatorInnen selbst, aber auch zwischen den Konfliktparteien herzustellen. Je nach Art der Behinderung sind daher Barrieren zu √ľberwinden und zu beseitigen:
    • Geh√∂rlosigkeit bedeutet nicht nur, dass eine sprachliche √úbersetzung gefordert ist; unser Schulsystem ist bisher auch nur eingeschr√§nkt in der Lage, Geh√∂rlosen die gleichen Chancen zu bieten. Es ist hier daher auch auf die Verst√§ndlichkeit besonderes Augenmerk zu legen. Das Telefonieren ist durch SMS, email oder Fax zu ersetzen.

      Es gibt auch viele Methoden und Techniken in der Mediation (z.B. Monologisieren), die nicht in gleicher Weise angewendet werden können.

      F√ľr diese Mediationen sind Geb√§rdensprachdolmetscherInnen fast unabdingbar, die aber nicht in ausreichender Anzahl zur Verf√ľgung stehen.
    • F√ľr Blinde ist es wichtig, alle Visualisierungen zu adaptieren (etwa am Flipchart), den PC mit entsprechenden Spezialprogrammen bereit zu haben. Mittels dieser Programme k√∂nnen Dokumente lesbar gemacht werden; ein unmittelbar aus dem Drucker genommenes Dokument ist auch glaubhaft ident mit dem gerade Geh√∂rten etc.
    • Langsamere Auffassungsgabe (‚Lernschwierigkeit‘) und geistige Beeintr√§chtigungen erfordern Fachkenntnisse und besonders Einf√ľhlungsverm√∂gen.

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behinderten Menschen
Peer Mediation for Integrated Abled & Disabled Students in Warsaw

The Raoul Wallenberg Integrated Primary School of Warsaw is one of the few schools in Poland in which disabled and abled students learn together in a shared environment. The school also offers programs on tolerance for different ethnic, national and religious groups. Because of its openness to new ideas and emphasis on tolerance, the Wallenberg School offered a perfect venue for Partners-Poland’s pilot Peer Mediation Program. The Wallenberg School places special emphasis on promoting disabled students‚Äô participation in all aspects of society, and the Peer Mediation Program was designed to assist disabled and abled students in communicating effectively, understanding one another, and resolving their conflicts peacefully.

Partners-Poland began by training 15 teachers in conflict management skills, enabling them to become student advisors. The teachers and Partners-Poland staff then conducted short mediation presentations in each classroom, and recruited potential mediators from among the student body. Of the 300 abled students and 44 disabled students who participated in the overall program, twenty-six students, both disabled and abled, completed the rigorous training program to become peer mediators. Partners-Poland staff worked with disability experts to design the program so that it would meet the needs of all students, with special attention to the specific communication skills, sensitivities, and physical needs of persons with disabilities.

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Wie man im Ekkharthof Konflikte löst

Die Heil- und Bildungsstätte in Lengwil macht mit einer Mediationsstelle erste Erfahrungen Рeine Pionierleistung
Im Ekkharthof und seinen Aussenstellen werden √ľber 180 geistig behinderte Erwachsene, Jugendliche und Kinder betreut. Die Institution hat 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Logo des Ekkarthofs

Seit vergangenen November gibt es im Ekkharthof nun eine Mediationsstelle. Gef√ľhrt wird sie von Sabine Hoppenstedt. Ihr zur Seite steht Fritz Steinmann als externes Mitglied des Mediatorenteams.

In der Mediation selber werden die Probleme oft mit Rollenspielen angegangen. Das sei f√ľr ihn manchmal gar nicht so einfach, sagt Fritz Steinmann, da er vom schulischen Bereich her komme.
[Zur Homepage des Ekkarthof]

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